Bergheim und Umgebung

Peter Immekus

Peter Immekus


Peter Immekus

Tel. 02271/758103
Email: bergschaden@immekus.de


Räumlicher Sprecher für Bergheim und Umgebung, fachlicher Sprecher für das Thema tektonische Störungen





Immekus persönlich:


Jülicher Nachrichten:
Sichtbare Schäden entlang Aldenhovener Störungslinien

Bergschaden-Rundgang

AN 18.02.2014: Aldenhoven

»Wir haben neben Schäden an Gebäuden auch Risse in den Straßen, Absenkungen der Bordsteine und Probleme an den Kanalrohren«, sagt Gudrun Zentis, Landtagsabgeordnete der Grünen und Sprecherin für Bergbausicherheit, zum Auftakt der Bergschadenstour mit Diplom-Ingenieur Peter Immekus, Sachverständiger für Bergschäden, in Aldenhoven. Im Rahmen einer Tagebautour besucht die Landtagsabgeordnete Orte im Rheinischen Revier, die von den Auswirkungen des Braunkohletagebaus betroffen sind.       Foto: Mengel-Driefert, Jülicher Nachrichten  
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Störungszonen Aldenhoven

Störungszonen Aldenhoven


»FOTO_Galerie« bei Facebook:
Fachgespräch Lärmbelastung durch Tagebaue

Netzwerk

Facebook 15.11.2013: Cottbus

Die Sprecherin für Bergbaupolitik der bündnisgrünen Landtagsfraktion SABINE NIELS hat die Landesregierung und das Bergbauunternehmen Vattenfall nach einer Podiumsdiskussion am Donnerstagabend in Cottbus aufgefordert, die Lärmproblematik durch Braunkohletagebaue endlich ernsthaft anzugehen. (Seite nicht mehr verfügbar)  



»Bergschadenstour« mit den Grünen:
Tiefe Löcher in Gevelsdorfer Garten

Bruchstelle im Garten in Gevelsdorf

AZ, 28.10.2013 Gevelsdorf

In einem Garten in Gevelsdorf brach plötzlich der Boden in einem Garten auf der tektonischen Störungslinie auf. Durch den Eigentümer wieder verfüllt, brachen sie wieder ein. Davon überzeugten sich 20 Teilnehmer einer »Bergschadenstour«.       Foto: Jagodzinska, License: Jülicher Zeitung/Jülicher Nachrichten  
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St. Remigius in Bergheim:
Chorraum ruht auf Stahlfedern

St. Remigius (Bergheim)

KStA, 13.08.2013: Bergheim

Nach massiven Bergschäden durch den Braunkohletagebau war St. Remigius einsturzgefährdet. Jetzt ruht der Chorraum auf gewaltigen Stahlfedern. Grund für diesen technischen Unterbau ist der Giersbergsprung. Diese tektonische Störung war vor Jahren aufgrund der Grundwasserabsenkung für den Tagebau in Bewegung geraten.  
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 Interview mit Peter Immekus

Walter Düllberg:

Herr Immekus, Sie sind ein erfahrener und vor allem unabhängiger Markscheider. Ich würde gerne die hier gewonnenen Informationen an Bergbaugeschädigte weitergeben.

Würden Sie mir hierzu einige Fragen zum Thema Baugrundveränderung und seine Folgen beantworten?



Wie sind Ihre Erkenntnisse über die Reaktion von torfhaltigem Boden auf Wasserentzug?

Peter Immekus: Normaler Torf hat einen Wassergehalt von 150-250 Volumenprozent. Das heißt, dass im natürlichen Torf doppelt soviel Wasser wie Substanz vorliegt. Auf diese Böden bezieht sich die Warnung der DIN, hierauf nicht zu bauen. Der in unserer Region bergbaulich entwässerte Torf ist aber kein »Torf« im ursprünglichen Sinne. Ich würde ihn daher zukünftig prägnant als eine Art »Opferboden« bezeichnen; denn er enthält nur noch ca. 40 % Wasser und ist damit Opfer des bergbaulichen Grundwasserentzuges geworden. Die natürliche Kompressibilität hat sich stark verringert, was bleibt bzw. sich durch die jetzt beginnende Luftzufuhr verstärkt, ist der bis zu Auflösung anhaltende bergbaubedingte Torfverzehr.

WD: Kürzlich erfuhr ich, dass selbst Ton über Jahre und Jahrzehnte auf die Sümpfung konsolidiert / reagiert.

IM: Ton besteht aus den feinsten Korngrößen, die so klein sind, dass sie Plättchen-Strukturen bilden, die das Wasser extrem gut halten. Ton kann also sehr viel Wasser speichern. Wenn dieser Ton nun bergbaulich trocken gelegt wird, gibt er über viele Jahre sehr viel Wasser ab. Das bedeutet, dass enorme Senkungspotentiale über eine lange Zeit im entwässerten Ton und tonigen Böden (hier dann entsprechend weniger) stecken.

WD: Jetzt wird’s noch interessanter, Herr Immekus. Gibt es denn hierzu verlässliche Tabellen, wie lange welcher Boden auf Sümpfung reagiert?

IM: Solche Tabellen sind schon seit langem bekannt. Demnach kann man zu jedem Schluff- und Tonboden in Abhängigkeit von der Schichtenmächtigkeit genaue Angaben zu der Zeit machen, innerhalb deren sich der Boden entwässert.

WD: Ein gern genutzter Ablehnungsgrund zur Schadenregulierung ist Baumbewuchs in der Nähe beschädigter Gebäude. Was ist am Argument wirklich dran?

IM: Ja, Setzungen durch Baumbewuchs gibt es, aber nur dort, wo in sehr trockenen Jahreszeiten die Wurzeln in reine Tonschichten hinein wachsen. Da der Ton sehr viel Wasser speichert entziehen die Wurzeln dem Ton dann das Wasser und es kommt zu Mulden an der Oberfläche. Dies kann aber in unserem Braunkohlenrevier fast ausgeschlossen werden, da in den mir bekannten Fällen weder der reine Ton oberflächennah ansteht, noch in diesem Ton aufgrund der seit 60 Jahren währenden Sümpfungszeit nennenswerter Wassergehalt im Ton vorhanden ist.
Baumbewuchs­schäden durch Wurzeln im normalen hier im Revier am meisten verbreiteten Schluff ist kaum möglich. Liegt an einem Schadensobjekt in Braunkohlenrevier doch einmal reiner Ton vor, wachsen Baumwurzeln nur dann in den sonst von den Wurzeln geschmähten Ton, wenn sie sonst kein Wasser mehr vorfinden. Ohne Sümpfungseinwirkung »büxen also keine Baumwurzeln in den Ton aus«. Auch hier gibt es also einen Zusammenhang mit dem bergbaubedingt trocken gelegten Böden im Wurzelbereich des Baumes.

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WD: Falls sich der Schadenverursacher doch einmal zu Bodenproben in Form von Bohrungen bereit erklärt, findet man doch nicht mehr den ursprünglichen Baugrund vor. Durch den langen Wasserentzug ist der Boden doch in der Zusammensetzung verändert. Sehe ich das falsch?

IM: Nein, die Güte eines Baugrundes wird durch die Bestimmung der Proktordichte festgestellt. Die Dichte des Bodens hängt aber von dem Wassergehalt ab. Ein vormals feuchter Schluffboden mit hoher Dichte kann auf Grund anhaltender Entwässerungen an Dichte verlieren. So kann es auch ganz ohne humose und tonige Bestandteile im Boden zu Baugrundverschlechterung infolge verringerter Bodendichte im an sich guten Schluffboden kommen.

WD: Bei älteren Gebäuden hielten Architekten und Statiker oft Armierungen für überflüssig. Da war die Maßnahme »Sümpfung für die Braunkohle« noch Utopie oder verschwindend gering. Warum führt der Schadenverursacher dann so oft fehlende Armierung als Baumangel an? Dies widerspricht doch jeder früheren Baulogik. Hätten frühere Architekten über die heutigen Erkenntnisse verfügen müssen?

IM: »Rissbildungen im Beton« - egal ob Böden oder Wände - kann man selbst durch die Anzahl der Armierung nicht einmal verhindern. Die Risse treten - ob armiert oder nicht -- immer auf. Sie sind in armiertem Beton nur geringer, auf die Rissbreite bezogen. Das bedeutet aber, dass ein Riss nicht schon deswegen aufgrund mangelhafter Armierung im Boden aufgetreten sein kann. Er wäre auch ohne Armierung aufgetreten.

WD: Mit Werner Schäfer, dem Markscheider von RWE-Power, lässt sich nicht über die Kornflucht diskutieren. In Foren wird aber genau diese Kornflucht oft erwähnt. Was wissen Sie darüber?

IM: Feinsandanteile waschen sich insbesondere im gesümpftem Boden bei jedem Niederschlag nach unten aus, da jetzt bergbaubedingt er Grundwassergegendruck fehlt. Der Feinsand verlagert sich so nach unten in den groben Kies. In den Schlagsondierungsdiagrammen der Bodenanalysen ist oben der ausgewaschene, lt. RWE »lockere, schlechte Baugrund« und unten wird es nun fester. Da liegen jetzt unten die umgelagerten Feinsandanteile von oben -- eben zwischen den Sand- und Kiesteilen.

Durch die Feinsandtransporte, auch Suffusion genannt, entstehen an der Tagesoberfläche Mulden, Absenkungen und häufig in landwirtschaftlichen Flächen sogar Einstürze auch außerhalb der von RWE verkürzt als Voraussetzung benannten Auegebiete.

WD: Der Schadenverursacher führt oft unzureichende oder fehlende Stürze über Fenstern an, mit dem Argument, dass hier ein Baumangel vorliegt. Wörtlich: »Ich sehe keine Risse«. Benötigen diese Gutachter eine höhere Dioptrienzahl für ihre Brille - oder muss der Geschädigte dies so akzeptieren?

IM: Es ist schon lange öffentlich, dass »Setzungsrisse immer nur durch die schwächsten Bauteile« verlaufen, so sind vorrangig Brüstungen von Fenstern und Türen betroffen.

WD: Können Setzungsrisse in Gebäuden auch horizontal auftreten?

IM: Horizontale Risse entstehen immer lastunabhängig. Dies bedeutet, dass sie nicht durch Lasteintrag von oben sondern immer nur durch Setzungen entstehen können.

WD: Herr Immekus, ich bedanke mich für Ihre umfassenden Informationen.



Bergschäden durch Fracking:

Erneuerbare Fracking

 123recht.net, 06.03.2013 Fracking - Sinkende Gaspreise zu Lasten der Umwelt?
Die Auswirkungen des geplanten Gesetzes zur Förderung von unkonventionellem Erdgas für Umwelt und Verbraucher
Die Bundesregierung will "Fracking" in Deutschland grundsätzlich erlauben. Fracking ist eine umstrittene Methode zur Erdöl- und Schiefergasförderung. 123recht.net fragte Sarah Walisko, Rechtsanwältin für Umweltrecht, nach den rechtlichen Hintergründen, Risiken und Erfahrungen mit dieser Förderart.
Ein Gespräch mit Rechtsanwältin Sarah Walisko, Bottrop. -- Am Ende des Textes können Sie Ihre Meinung zu diesem Thema äußern.  
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Erlaubnisfelder zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen:

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 Überblick über die in NRW erteilten Bergbauberechtigungen zur Aufsuchung von
Kohlenwasserstoffen zu gewerblichen Zwecken.  

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Fracking sorgt für Erdstöße:

in dem nachfolgenden Zeitungsartikel werden Erdstöße durch Gasförderung klar bestätigt:

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Die Zeit, 18.02.2013: Niederlande: Wenn die Erde täglich bebt
Kaum ein Land in Europa fördert so viel Erdgas wie die Niederlande. Doch die Bohrungen verursachen immer öfter Erdbeben. Nun wächst der Protest.
Für die Einwohner von Groningen begann das Jahr mit Erschütterungen. Mehr als 20 Mal bebte in dem niederländischen Ort seit Jahresbeginn die Erde.
Jeder in Groningen weiß, was die Erde zum Beben bringt. Es sind die Erdgasbohrungen in der Region.  
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